Mykotherapie
Vitalpilze (früher Heilpilze) werden im asiatischen Raum schon seit Jahrtausenden zu Heilzwecken genutzt und auch heute noch gern in der Therapie eingesetzt. Etliche sind in asiatischen Ländern offiziell als Medikament zugelassen.
Heilsame Pilze waren auch in der TEM (traditionelle europäische Medizin) bekannt - schon „Ötzi“ hatte Pilze im Gepäck.
Hildegard von Bingen erwähnte sie und inzwischen rücken sie auch in Europa wieder in den Fokus, einige sind beliebte Speisepilze.
Der Champignon gehört ebenfalls zu den Vitalpilzen, kann und soll auch roh gegessen werden – gut kauen damit die Inhaltsstoffe schon in der Mundhöhle mit der Entfaltung ihrer positiven Eigenschaften beginnen können.
Allen gemeinsam ist die immunmodulierende und entgiftende Eigenschaft, dazu hat jede Art noch ihr eigenes „Spezialgebiet“.
Mittlerweile werden die Pilze bei Integrativer Medizin/Komplementärmedizin begleitend in der Therapie eingesetzt.
Obwohl es mehr als zahlreiche Studien gibt die die Wirksamkeit nachweisen (und deren Ergebnisse auch die Arznei-Zulassung in Staaten außerhalb Europas begründeten) sind die Pilze zwar wegen „mangelnder“ Studienlage in Deutschland nicht zugelassen aber trotzdem steht der Cordyceps auf der Pferde-Doping-Liste…
Pilze leben mit Pflanzen und Bäumen in Symbiose weshalb man auch vom „Wood Wide Web“ spricht.
Der Dunkle Hallimasch dessen Pilzgeflecht sich in Oregon, USA, über eine Fläche von ca. 9 Quadratkilometer erstreckt gilt als der größte bisher bekannte lebende Organismus der Erde.
Beispiele
Deutsche Dogge, Rüde, wurde im Alter von 6 Monaten in einem gar nicht erfreulichen Zustand einer befreundeten Züchterin zurück gebracht.
Er fand dann trotz oder gerade wegen seiner offensichtlichen "Baustelle", der Beeinträchtigung seines Gangwerks (Stand und Schritt war in Ordnung, Trab oder wenigstens Pass ging gar nicht, Galopp seltsam anmutend mit weit kreisförmiger Bewegung der Hinterhand) und obwohl ich davon ausgegangen bin dass ich ihn wegen dieser Beeinträchtigung wohl mit 5, 6 Jahren gehen lassen muss bei mir seinen Platz, sein Zuhause auf Lebenszeit.
Zum problematischen Gangwerk kam noch die am gesamten Rumpf mit dem Gewebe drunter verklebte Haut was für ihn auch schmerzhaft war und eine unspezifische Geräuschangst, ausgelöst durch z. B. einen Schuss auf dem Feld (immer, wir lebten am Ortsrand) aber hin und wieder auch durch Alltagsgeräusche wie Autohupe, Autotür, LKW-Druckluftbremse, ein lauter Schrei - man musste immer gewappnet sein. Reaktion war jedes mal in Panik und ohne rechts oder links zu schauen in Sicherheit (Haus, Auto) zu stürmen. Bei Gewitter und erst recht an Sylvester hätte er sich am liebsten in mich verkrochen.
Die Gangwerksproblematik löste sich mit BARF, Nahrungsergänzungen sowie anfangs Physiotherapie und zeigte sich erst im Alter wieder etwas.
Die Haut wurde mit manueller Technik langsam aber stetig wieder gelöst was sicher auch mit zur Verbesserung des Gangbildes beigetragen hat.
Die Geräuschangst konnte ich mit meinem damaligen Wissen nur etwas mildern. Vollständig beseitigen konnte ich sie erst später dank der Mykotherapie-Ausbildung und einem Vitalpilz. Es hat gute 6 Monate gedauert bis sich das Blatt endgültig und dauerhaft wendete, er nicht mehr in Panik los stürmte sondern sich für den Ursprung der Geräusche interessierte oder sie ignorierte, Gewitter und sogar Sylvester verschlief. Die letzten Jahre seines Lebens waren für uns beide sehr entspannt.
Zehn Tage vor seinem 11. Geburtstag kam er morgens nicht mehr hoch, beide Hinterläufe gelähmt, nur noch ein leichtes Zucken, kein Stellreflex der Vorderpfoten mehr. Da sich nichts besserte wurde er abends in Ruhe auf seinem Hundebett von unserem Tierarzt erlöst, ging friedlich über die Regenbogenbrücke. Einer mehr der für immer in meinem Herzen bleibt.
Zitat
„Was ist das Schwerste von allem?
Was Dich das Leichteste dünket;
mit den Augen zu sehn,
was vor den Augen Dir liegt."
- Johann Wolfgang von Goethe -